03.07.2012
BLS AG
Die BLS senkt ihre Kosten
Damit die BLS ihr angestrebtes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2012 erreichen kann, muss sie kostensenkende Sofortmassnahmen ergreifen. Diese belaufen sich auf rund CHF 12 Mio. im laufenden Jahr. Zudem wird das Unternehmen das angekündigte Effizienzsteigerungsprogramm für die nächsten Jahre bis im Herbst 2012 konkretisieren.
Um das angestrebte Ergebnis für das Jahr 2012 erreichen zu können, ergreift die BLS kostensenkende Massnahmen im Umfang von rund CHF 12 Mio. Diese sollen sich noch im laufenden Geschäftsjahr auswirken. So werden Stellenbesetzungen überprüft, noch nicht gestartete Projekte zurückgestellt oder Ausgaben für externe Mandate reduziert. Die Massnahmen werden bis Mitte August konkretisiert. „Wir wollen und müssen ein positives Ergebnis 2012 erreichen“, hält Bernard Guillelmon, CEO BLS AG, fest. Trotz der kurzfristigen Kostensenkungsmassnahmen gilt als oberste Priorität: Der geregelte, sichere und pünktliche Betrieb muss jederzeit gewährleistet sein. Die Massnahmen seien auch kein Stellenabbauprogramm, so Guillelmon.
Anspruchsvolle Budgetziele und ausserordentliche Einbussen
Die BLS hat sich für das laufende Jahr anspruchsvolle Budgetziele gegeben – namentlich im operativen Betrieb. Dies, um den Leistungsausbau bei gleichzeitig leicht rückläufigen Abgeltungen auffangen zu können. Die Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2012 zeigt, dass diese Ziele insgesamt zu ambitioniert waren und ohne kurzfristige Gegenmassnahmen nicht erreicht werden können. Hinzu kamen Verkehrsrückgänge mit entsprechenden Ertragseinbussen im Autoverlad und Mindereinnahmen aufgrund der wiederholten Unterbrüche auf den beiden wichtigen Nord-Süd-Transitachsen Lötschberg-Simplon und Gotthard.
Insgesamt sieht sich die BLS in zunehmendem Masse steigenden Kosten zur Bewältigung des Verkehrswachstums und durch steigende Trassenpreise ausgesetzt. Gleichzeitig steigt der Druck seitens der Bestellerkantone auf die Abgeltungen. Die Schere zwischen Kosten und Erträgen droht sich dadurch weiter zu öffnen, was die BLS zusätzlich finanziell unter Druck setzt.
Nachhaltiges Effizienzsteigerungsprogramm in Planung
Im Weiteren konkretisiert die BLS das im April 2012 anlässlich der Bilanzmedienkonferenz angekündigte Effizienzsteigerungsprogramm für die nächsten Jahre. Bis im Herbst sollen die Massnahmen ausgearbeitet sein, die dazu beitragen, die Kosten des Unternehmens nachhaltig zu senken.
Die BLS ist zwingend auf nachhaltige Gewinne angewiesen – unter anderem zur Sanierung ihrer Pensionskasse, welche ohne Bundeshilfe erfolgen muss. Das Unternehmen beziffert das jährliche Ergebnisziel auf CHF 25 bis 30 Mio.
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